Gartenstadt Rudow – Frauenviertel

„Dein Sommer im Park“ 2026

Kultur und Musik im Rudower Frauenviertel

Das Veranstaltungsformat „Dein Sommer im Park“ zieht im August ins Frauenviertel nach Rudow weiter. Die Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, die Vielfalt der Berliner Kultur im Park am Ritterburgspielplatz zu erleben – umsonst und draußen. An vier Sonntagen im August gibt es ein abwechslungsreiches Programm für alle Generationen – von Theater und Konzerten bis hin zu interaktiven Musik- und Erzählformaten.

Programm im Park am Ritterburgspielplatz Rudow:

Sonntag, 2. August 2026

17 Uhr: Tur Tur Theater „Hans im Glück“
Ein modernes Märchenabenteuer nach den Brüdern Grimm. Mit Musik, Humor und viel Fantasie ein Vergnügen für die ganze Familie.
18 Uhr: LANAYA – Manding – Musik aus Burkina Faso
Ein kraftvolles Konzert mit Rhythmen, Liedern und Tänzen der Manding-Völker. Traditionelle Klänge mit modernen Arrangements einer der lebendigsten Musikkulturen Westafrikas.

Sonntag, 9. August 2026

17 Uhr: Familienkonzert „Monkey und ich – Das Gefühleschiff“ Emma Grünfeld
Ein interaktives Musikabenteuer für Kinder. Mit Gitarre, Schlagzeug und viel Mitmach- Charme wird hier Musik zum Erlebnis.
18 Uhr: Josef Kinnd & die Elefanten im Raum
Alt-Pop und Indie-Chansons mit warmem Sound und poetischen Texten.

Sonntag, 16. August 2026

16:30 Uhr: Storytelling „Die Erzählerei – Abenteuer in den Lüften“
Eine fantasievolle Reise durch die Geschichte des Fliegens – von Ikarus bis zu Otto Lilienthal. Mit Geschichten, Basteln und Spielen für Kinder ab 4 Jahren (und alle Neugierigen).
18 Uhr: SCOTT & LILA
Indie-Folk, Blues und Jazz aus Berlin und international. Zweistimmiger Gesang mit Gitarre, Mundharmonika und Ukulele.

Sonntag, 23. August 2026

16 – 18 Uhr: Musik zum Anfassen – „Das Klingende Mobil“
Ein Mitmach-Angebot für Groß und Klein: Echte Orchesterinstrumente ausprobieren, im Trommelkreis rhythmisch experimentieren und die Welt der Klänge entdecken
18 Uhr: Fanfaroni – Tanzbare Brassmusik aus aller Welt
Musikhappen von Balkan bis Latin: Die 15-köpfige Berliner Fanfare serviert scharfe Brassmusik mit Blechbläsern, Drums und Akkordeon.

Eintritt frei, Getränke und Snacks vor Ort erhältlich
Veranstaltungsleitung und musikalische Kuration: Plan+Stage, Büro für Veranstaltungsproduktion
Mit freundlicher Unterstützung von: Eiscafé Nino

Park am Ritterburgspielplatz Rudow
Ursulinenstraße 14, 12355 Berlin


30 Jahre Frauenviertel: Broschüre würdigt Namensgeberinnen

Das Frauenviertel in Rudow ist weit über die Grenzen Neuköllns hinaus bekannt. Frauen, die sich um Neukölln, Berlin und Deutschland verdient gemacht haben, wurden im Jahr 1996 dort in einem Neubaugebiet auf den Rudower Feldern durch die Benennung von 20 Straßen, Wegen und Plätzen geehrt. Das Viertel erinnert an Persönlichkeiten, die sich für die Gleichberechtigung von Frauen, gegen die NS-Diktatur und für den Aufbau einer demokratischen, friedlichen Nachkriegsordnung eingesetzt haben. Dazu gehören die vier „Mütter des Grundgesetzes“ Helene Weber, Helene Wessel, Elisabeth Selbert und Friederike Nadig. Das Bezirksamt Neukölln hat das 30-jährige Jubiläum zum Anlass genommen, die im Jahr 1996 erschienene Broschüre „Das Frauenviertel Rudow“ mit den Kurzbiografien der namensgebenden Frauen in digitaler Form neu aufzulegen.

Den Straßenbenennungen waren hitzige Diskussionen vorausgegangen, denn die Gegner der Initiative hatten bezweifelt, ob es genügend würdige Frauen gäbe, die als Namenspatroninnen geeignet wären. Zur Neuveröffentlichung der Broschüre erklärte Bezirksbürgermeister Martin Hikel: „„Aus heutiger Sicht ist die Vorstellung absurd, dass es vor 30 Jahren Widerstand dagegen gab, die Straßen in einem Stadtviertel nur nach Frauen zu benennen. Und doch zeigt die Geschichte, dass es keine Selbstverständlichkeit war, was Neuköllner Frauen durchgesetzt haben.“ Wie besonders die Initiative engagierter Neuköllnerinnen und der Frauenbeauftragten des Bezirks war, zeigt sich auch heute noch daran, dass nur 14 Prozent der Neuköllner Straßen nach Frauen benannt sind. Quelle: FACETTEN-Magazin, 24.5.2026


Die digitale Broschüre mit den Namensgeberinnen des Frauenviertels Rudow gibt es hier zum Download


Neukölln hat verdienten Frauen ein Zeichen gesetzt!

1996 wurde auf den sogenannten Rudower Feldern im Süden Neuköllns ein komplettes Neubaugebiet mit rund 1700 Wohnungen fertig gestellt. Das Bezirksamt Neukölln beschloss, alle Straßen, Plätze und Wege dieses Wohngebietes nach Frauen zu benennen. Dem Beschluss waren aufgeregte Diskussionen vorausgegangen, denn die Gegner der Initiative hatten angezweifelt, ob es genügend würdige weibliche Persönlichkeiten gäbe, die als Namenpatroninnen geeignet wären. Umso bemerkenswerter ist es, dass sich die engagierten Frauen doch gegenüber den Neuköllner „Platzhirschen“ (so titelte die Presse damals) durchsetzen konnten. Damit ist in Neukölln das erste namentliche „weibliche“ Wohnviertel Deutschlands entstanden, in dem alle 20 Straßen, Plätze und Wege nach Frauen benannt sind. Geehrt wurden 19 Frauen, die sich um Neukölln, Berlin und Deutschland verdient gemacht haben. Auch den Müttern des Grundgesetzes Helene Weber, Helene Wessel, Elisabeth Selbert und Friederike Nadig hat man mit Straßenbenennungen in der Gartenstadt ein Denkmal gesetzt. Aufgrund der großen öffentlichen Beachtung, auch über die Grenzen Berlins hinaus, wurde eine Wanderausstellung konzipiert. Auf 20 Stoffbahnen sind die Portraits der „wegweisenden“ Frauen zu sehen. 150 Jahre Frauengeschichte in Neukölln werden dort präsentiert. Zur Ausstellung ist eine Broschüre erschienen, die im Gleichstellungsbüro erhältlich ist.

Die Namensgeberinnen für die Strassen und Plätze in der Gartenstadt Rudow sind: Ottilie Baader, Liselotte Berger, Gertrud Dorka, Hiltrud Dudek, Käte Frankenthal, Marianne Hapig, Elly Heuss-Knapp, Helene Jung, Elfriede Kuhr, Friederike Nadig, Helene Nathan, Elisabeth Selbert, Edith Stein, Dorothea Stutkowski, Ursulinen, Mathilde Vaerting, Helene Weber, Helene Wessel und Jeanette Wolff. Die Gartenstadt Rudow ist das erste Viertel in Deutschland, in dem die Strassen und Plätze nach Frauen benannt wurden. Es wird daher von einigen auch „Frauenviertel“ genannt.


Der Bezirk Neukölln hat eine Broschüre mit den Spielplätzen in Neukölln herausgebracht. In der Broschüre ist auch der Spielplatz in der Gartenstadt Rudow in der Elfriede-Kuhr-Straße ausführlich beschrieben. Schauen Sie sich die Broschüre einmal an. Sie können diese unter folgender Adresse herunterladen und ggf. auf Ihre Festplatte speichern. Eine einmalige Möglichkeit, Neuköllner Spielplätze auf einem Blick zur Hand zu haben. Den Spielplatz-Führer können sie hier herunterladen: Download


Die Genossin und die Nonne. Auf Spurensuche im Rudower Frauenviertel.

Die Namensgeberinnen der Straßen und Plätze im Rudower Frauenviertel haben auf unterschiedlichen Gebieten etwas geleistet. Ein gutes Beispiel dafür ist das Nebeneinander von einer Sozialdemokratin und einer Ordensschwester – von Ottilie Baader und Hiltrud Dudek. Berliner Woche, 5.6.2018